Archiv für 04/2008

Masdar City: die emissionsfreie Stadt auf dem Reißbrett23.04.08

Ein Grundstück in Masdar City könnte mehr bringen als nur ein gutes Gewissen. Bis 2015, so schreibt die BILD, soll die CO2-freie Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten fertiggestellt sein. 47.000 Menschen sollen dort leben - ohne Auto, dafür mit Photovoltaik-Anlagen, cleverer Kompostierung und elektrischen öffentlichen Verkehrsmitteln. Kälte soll durch Hitze in die Klimaanlagen gebracht wird: Energie bündeln und umdrehen, wenn man es ganz einfach nimmt. Die Häuser, informiert auch die Homepage des (vielleicht) Vorbild-Projekts, sind optimal zur Belüftung ausgerichtet, sämtliche Straßen sind angelegt, um oft im Schatten zu liegen. Im Vergleich, heißt es, würde Masdar City 160 Megawatt verbrauchen. Statt 550 Megawatt in vergleichsweise großen Städten.
Noch existiert die klimafreundliche Stadt nur auf dem Papier. So ist auch die australische Hauptstadt Canberra entstanden: erst mal bauen, dann Bewohner holen. Und bis die Scheichs in den Emiraten ihr Projekt realisiert haben, dürfen die Bauarbeiter noch mit Diesel-Baggern an Masdar City arbeiten…

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Renovieren am Bildschirm: Software für den Altbau22.04.08

Ein vergammeltes Haus kaufen und die Bude richtig aufputzen - das würde er sicher in den meisten Fällen lieber tun als sie. Der Tagesspiegel beschäftigt sich mit der Lösung: Zeig ihr das Foto der runtergekommenen Immobilie - im Nachher-Zustand. Möglich mit 3-D-Visualisierung, die Architekten gerne mal nutzen. Da wird von faszinierenden Funktionen gesprochen - dafür kosten die Profi-versionen auch entsprechend der Leistung vierstellige Summen. Allerdings verweist man auch auf Laien-Software wie Arcon Hausdesigner oder Wohnungsdesigner. Und wer klein anfangen möchte, kann ja im Übrigen schon bei Ikea Schränke auf dem Bildschirm hin und her rücken.

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Schlüsselfertig: Blogs auf allen Baustellen21.04.08

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen über ihren Hausbau bloggen. Das hat Holger gemerkt und sammelt sie alle auf bau-blogs.de: Sascha und Ricarda, bei denen es noch ziemlich chaotisch zugeht. Und Pfisch, wo der Bagger bei 1,50 Meter Wasser fand, wo der Keller hin sollte. Und das sind nur zwei von vier Bau-Schicksalen am “Freitag, 18. April, in Neu-Blogsdorf”. Aufgeteilt in verschiedene Bereiche, von den “absoluten Beginnern” über Hochbau, Tiefbau, zu Richtfest und Innenausbau, findet sich eine illustre Sammlung verschiedener Bau-Blogs aus der gesamten Republik. Mit all ihren kleinen, mittelschweren Katastrophen. Man taumelt also vom nützlichen Tipp hin zum Voyeurismus. Und ist doch manchmal ein wenig neidisch auf diejenigen, die ihr Weblog bis zum eingerichteten Wohnzimmer pflegen.

In erster Linie, so schreibt der Blog-Gründer, sucht er selber Informationen über Anbieter und Bauabläufe im Schlüsselfertigbau. Löblich, dass er dies mit der Außenwelt teilt - denn die besten Tipps für Häuslebauer kommen wohl von den Bauherren, die schon bis über beide Ohren im Bau stecken und Gutes oder Schlechtes zu berichten wissen. Also: Danke fürs Teilen, Holger!

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Hamburger Schüler analysieren Miet-Explosion16.04.08

So ernsthaft kann lernen sein: Dass Hamburgs Mieten jenseits von Gut und Böse steigen, stellte gerade wieder ein Geografie-Grundkurs aus Hamburg Niendorf fest, wie die Hamburger Morgenpost in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. Um 8,2 Prozent seien die Mietpreise innerhalb eines Jahres gestiegen, mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 9,75 Euro ist sicher einigen Schülern die Lust an der eigenen Butze vergangen. Insgesamt 2384 Wohnungsanzeigen aus Hamburger Zeitungen und dem Internet wurden per Datenbank ausgewertet. Schon seit 1988 legen Schüler des Gymnasiums Ohmoor jährlich eine Erhebung vor.

Spitzenreiter in der Pennäler-Statistik ist die HafenCity mit 18 Euro pro Quadratmeter. Und wie die MoPo schreibt, wird die - zwar nicht repräsentative aber ziemlich unangenehme - Rechnung auch an den richtigen Stellen ernstgenommen. Mietervereins-Chef Eckhard Pahlke und Grundeigentümer-Verbands-Vorsitzender Heinrich Stüven und Gerhard Feldmann, Sprecher des Immobilien-Verbands Deutschland hörten sich die Berichte der Geografen genau an. Denn auch wenn die Statistik ausschließlich frei finanzierte Wohnungen berücksichtigt, spiegelt sie eindeutig eine den Fachleuten nicht unbekannte Entwicklung des Hamburger Immobilienmarkts wider. Und die beinhaltet auch, dass Wohnraum innerhalb Hamburger Stadtgrenzen immer weniger erschwinglich ist…

Mehr zum Thema im News-Bereich des Gymnasiums.

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“Mehr Luxus”: Hotel-Oase für 300 Millionen15.04.08

Auf der Suche nach schwindeligen Höhen und abgefahrenen Ideen in Sachen Immobilienbau und Architektur ist ja eigentlich Dubai ganz weit vorn. Luxusblogger Oliver Karthaus entdeckte gerade etwas in der Wüste von Nevada. Nun gut: Zumindest den Entwurf. Architektin Douglas Pesser entwickelte demnach ein 300 Millionen Dollar schweres Erholungs-Hotel. Dass “Erholung” und “Wüste von Nevada” in einem Atemzug genannt werden, hat ausschließlich mit der ungewöhnlichen Planung zu tun, Solar- und Windenergie zu nutzen - was dieser sonst doch recht unwirtliche Teil der USA neben Platz und Kriechgetier in rauen Mengen zu bieten hat. Wird das futuristische Projekt umgesetzt, auch noch Bibliothek, Konferenzräume, Wellness-Einrichtungen und ein Indoor-Garten. Erwähnenswert vor allem, dass der Luxusblogger für solche Fälle eine Super-Kategorie eingerichtet hat: “Mehr Luxus.” Genau so sieht die Sache nämlich aus.

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