Hamburger Schüler analysieren Miet-Explosion
So ernsthaft kann lernen sein: Dass Hamburgs Mieten jenseits von Gut und Böse steigen, stellte gerade wieder ein Geografie-Grundkurs aus Hamburg Niendorf fest, wie die Hamburger Morgenpost in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. Um 8,2 Prozent seien die Mietpreise innerhalb eines Jahres gestiegen, mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 9,75 Euro ist sicher einigen Schülern die Lust an der eigenen Butze vergangen. Insgesamt 2384 Wohnungsanzeigen aus Hamburger Zeitungen und dem Internet wurden per Datenbank ausgewertet. Schon seit 1988 legen Schüler des Gymnasiums Ohmoor jährlich eine Erhebung vor.
Spitzenreiter in der Pennäler-Statistik ist die HafenCity mit 18 Euro pro Quadratmeter. Und wie die MoPo schreibt, wird die - zwar nicht repräsentative aber ziemlich unangenehme - Rechnung auch an den richtigen Stellen ernstgenommen. Mietervereins-Chef Eckhard Pahlke und Grundeigentümer-Verbands-Vorsitzender Heinrich Stüven und Gerhard Feldmann, Sprecher des Immobilien-Verbands Deutschland hörten sich die Berichte der Geografen genau an. Denn auch wenn die Statistik ausschließlich frei finanzierte Wohnungen berücksichtigt, spiegelt sie eindeutig eine den Fachleuten nicht unbekannte Entwicklung des Hamburger Immobilienmarkts wider. Und die beinhaltet auch, dass Wohnraum innerhalb Hamburger Stadtgrenzen immer weniger erschwinglich ist…
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