Verseuchte Immobilien in Berlin - “Arglistige Täuschung” • 12.03.08
Man stelle sich vor, man findet den passenden Alterswohnsitz, unterschreibt den Kaufvertrag und soll dann für die Boden- und Grundwassersanierung haften. Was passiert, wenn das Grundstück kontaminiert ist - aber was ist, wenn der Käufer nicht von der Verseuchung wusste? Der Bundesgerichtshof verurteilte bereits die Gewobag EB wegen arglistiger Täuschung, wie der Tagesspiegel berichtet. Dabei kommt doch schnell die Frage auf: Wem darf ich vertrauen, wenn ich eine Immobilien kaufen möchte? Die Gewobag EB ist eine Tochter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag. Der Deal lief also über das Land Berlin.
Und so heißen die Untermieter einiger Wohnungskäufer in Reinickendorf Blei, Quecksilber und Arsen. Wer nun was genau wusste, wo das Verschweigen der Tatsachen seinen Ursprung nahm, ist offensichtlich noch nicht komplett geklärt. Jetzt geht es laut Tagesspiegel erstmal um 43 Millionen Euro Schadenersatz - rund 200 Anleger klagen, da zwei Gebäude auf dem verseuchten Gelände als Fonds vermarktet wurden. Eine völlig neue Runde also. Dienstag folgt das erste Urteil im Fondsprotest. Dann lesen wir wohl mal wieder Tagesspiegel. Danke, Google News.









